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Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche (Buch - Gebunden)

Erinnerungen an die geliebte Heimat

Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche (Buch - Gebunden)

Erinnerungen an die geliebte Heimat

5 Sterne

Waldenburg, Schlesien – 1900, ein kleiner Junge erblickt das Licht der Welt. Arthur, der eigentlich Alfred heißen sollte, wird ein ereignisreiches Leben haben. Mit seiner großen Liebe Johanna meistert er die dunklen Tage des Zweiten Weltkriegs und die Zeit danach.

  • Artikel-Nr.: 395845000
  • Verlag: SCM Hänssler
Auch erhältlich als:
Buch - Gebunden (diesen Artikel sehen Sie sich gerade an)
395.845
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Waldenburg, Schlesien – 1900, ein kleiner Junge erblickt das Licht der Welt. Arthur, der eigentlich Alfred heißen sollte, wird ein ereignisreiches Leben haben. Mit seiner großen Liebe Johanna meistert er die dunklen Tage des Zweiten Weltkriegs und die Zeit danach. Immer wieder erleben die beiden Bewahrung und Wunder, und selbst in den dunkelsten Zeiten gibt es manche Lichtblicke. So sorgen eine ausgegrabene Likörflasche sowie ein Oberst im Schlafanzug für Heiterkeit auf lange Zeit. Fröhliche Lesestunden sind garantiert.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Gebunden
  • ISBN: 978-3-7751-5845-9
  • ISBN 10: 3775158456
  • Auflage: 1. Auflage, 17.05.2018
  • Seitenzahl: 280 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 2.1 cm
  • Gewicht: 465g

  • Inkl. 8-seitigem Bildteil und Leseband

Extras

Leseprobe
Hochauflösendes Cover

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    Gelebte Erinnerungen

    von
    Im Rahmen einer Leserunde durfte ich das Buch „Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche: Erinnerungen an die geliebte Heimat“ von Elke Ottensmann lesen.

    Der Cousin der Autorin findet vor etwa drei Jahren auf dem Dachboden die Handtasche der Großmutter und darin Briefe, schriftliche Erinnerungen und das Tagebuch des Großvaters. Die Autorin beginnt die Texte abzutippen und es entsteht der Gedanke ein Buch zu schreiben.

    Das Buch beginnt mit Arthurs Geburt am 11. Januar 1900 und dann begleite ich als Leser die weiteren Lebensschritte. An Arthurs Seite erlebe ich eine behütete Kindheit bei den Großeltern, die nach der erneuten Heirat der Mutter ein jähes Ende findet. Ich lerne den jungen Mann kennen, der sich von seinen Träumen verabschieden muss und neue Wege findet, bin dabei, wenn die Liebe Einzug hält in Arthurs Leben und darf teilhaben an seinem Glück als Familienvater.

    Die Schrecken des Krieges machen auch vor Arthurs Familie nicht Halt und fordern ihre Opfer. Doch selbst als sie am Ende die geliebte schlesische Heimat verlassen müssen, geben Arthur und seine Familie die Hoffnung nie auf und finden immer wieder aufs Neue Kraft im Glauben.

    Das Buch hat mich vom ersten Augenblick angesprochen und die Leseprobe gab mir das Gefühl durch ein Fenster in eine Zeit zu blicken, die so fern und doch so nah scheint.

    Arthurs und Johannas Lebenserinnerungen lehren mich Demut und machen mir bewusst, worauf es im Leben ankommt.

    Beim Lesen haben sich bei mir die Leseeindrücke mit eigenen Familienerinnerungen und Erzählungen verwoben, was die Lektüre für mich besonders eindrücklich gemacht hat.

    Von mir gibt es für diese stille und zugleich doch so laute Buch 5 Bewertungssterne!
  • 5/5 Sterne

    Das kostbare Vermächtnis der Großeltern zwischen zwei Buchdeckeln verwahrt

    von
    "Wenn seine Eltern und Brüder auch nicht mit ihm gehen konnten, so gaben sie ihm doch etwas mit auf den Weg, das kein Geld der Welt aufwiegen konnte. Etwas, das er nicht in seinem Reisegepäck hatte, sondern direkt in seinem Herzen. Die Liebe, die Geborgenheit und die Gebete seiner Familie umhüllten seine Seele wie eine unsichtbare Schutzhülle und machten sie stark. Das grenzenlose Vertrauen zueinander gab ihm ein Gefühl tiefer Geborgenheit. Dann kam der Zug, und Günter trat seine unfreiwillige Reise in die Ungewissheit an. Kurz bevor Günter in den Zug einstieg, drehte er sich noch einmal zu Arthur um und sagte beinahe entschuldigend: "Weißt du Vatel, wenn ich dann vor einem Russe stehe, der vielleicht ein Vater ist wie du, kann ich ihn nicht erschießen. Seid mir bitte nicht böse, wenn ich dabei mein eigenes Leben verlieren sollte."

    Als Christoph, der Cousin der Autorin die kleine Tür zur Dachschräge öffnet, ahnt er noch nicht welchen kostbaren Schätze ihn dort erwarten werden. Seit Jahrzehnten unberührt und verstaubt, findet er die blaue Handtasche der Großmutter mit Briefen, Gedichten, Feldpost, Zeichnungen und Fotos. Beim Durchschauen wurde schnell klar, dass diese Erinnerungen ihrer Großeltern für weitere Generationen nicht verlorengehen dürfen. Und so entstand die Idee zu diesem Buch.

    Schon der Titel könnte passender nicht sein: "Aus Opas Federhalter und Omas Handtasche - Erinnerungen an die geliebte Heimat". Auch das Cover weckte bei mir sofort Emotionen an meine eigenen Großeltern und ihre Geschichte(n).
    Zudem eignet sich das Buch wirklich hervorragend als Geschenk für die ältere Generation, die teilweise noch selbst den Krieg und die Flucht erlebt haben. Aber sicher auch für alle anderen Leser, die an wahren Rückblicken und Erinnerungen zu dieser Zeit interessiert sind.
    Wie gewohnt beim SCM-Verlag ist das Buch als Hardcover mit Lesebändchen hochwertig und hat zudem noch eine große Schrift, was ich als sehr angenehm empfand. Briefe, Gedichte und andere Zeitzeugnisse sind im Text kursiv gedruckt und deshalb sofort als solche zu erkennen. Manchmal hatte ich das Gefühl wirklich daneben zu stehen und Arthur, dem Opa über die Schulter zu schauen. Nicht selten entstanden bei mir Bilder im Kopf, weil diese Zeitzeugnisse im Original natürlich nicht authentischer sein können und man förmlich die Gefühle der Familienangehörigen beim Lesen spürt. Besonders die Zeit des Krieges und direkt danach, machten mein Herz oft schwer und ich habe mich immer wieder gefragt, ob wir bis heute nichts aus dieser Zeit gelernt haben. Denn das Thema ist brisanter denn eh und je: Krieg, Flucht und eine Heimat, die man zurücklässt. Dafür dann Ablehnung und noch mehr Gewalt für die Vertriebenen. Im Buch schreibt die Autorin, dass die Familie sogar Ablehnung von seitens der Kirche erfuhr; was für mich einfach unvorstellbar ist. Und was mich auch sehr berührt hat, war die Tatsache, dass Arthur und seine Familie als Christen sogar auf der Liste der Nazis und damit kurz vor ihrem Abtransport nach Auschwitz standen. Was für ein unglaubliches Glück, dass ihnen dies erspart blieb und Johanna vor der Vertreibung so umsichtig war, alle Dinge, die ihr viel bedeutet haben und die für sie kostbar waren, zusammengepackt, mitgenommen und wie ihren Augapfel behütet hat.

    Es gibt so viel in diesem Buch zu entdecken, neben den wirklich bewegenden Kriegserinnerungen gibt es auch humorvolle Momente, wie die Geschichten, wie aus Alfred Arthur wurde oder Johannas Begegnung mit dem vergrabenen Nußlikör. Oder Momente, die zu Herzen gehen, wie Arthur Liebe zu seinem Hannerl. Man spürt ihre Zuneigung und ihre Warmherzigkeit in jeder Zeile. Genau wie ihren festen Glauben an Gott als die unversiegbare Quelle ihrer Kraft. Denn, dass sie in so schwierigen Zeiten offen für alle Menschen, und trotz aller Not ehrlich und aufrichtig geblieben sind, ist nicht selbstverständlich, finde ich.
    Etwas das mir noch im Gedächtnis geblieben ist, ist die gute Balance die die Autorin schafft. Sie verurteilt nicht pauschal, sondern zeigt, dass in allen schweren Zeiten auch immer Platz für Gottes Gnade, Trost und Hoffnung ist und man nicht alle Menschen über einen Kamm schehren darf.

    Fazit:
    Eine Enkelin, die das Vermächtnis der Großeltern fortführt und aus ihren Hinterlassenschaften ein wunderschönes, berührendes Buch schreibt. Ein bewegendes Zeitzeugnis mit originalen Erinnerungen und Fotos, dass ich jeden gern ans Herz legen kann.
  • 5/5 Sterne

    Ich habe mein Leben gut gelebt

    von
    „Habe ich mein Leben richtig gelebt? Habe ich das erfüllen und tun können, was mir als Mensch als Lebensaufgabe gestellt worden ist? Mein Wunsch, Lehrer zu werden, erfüllte sich nicht. Aber der Wunsch, eigene Kinder zu erziehen, wurde mir doch erfüllt. Das ist das Glück meines Lebens.“ (Arthur Seidel)

    „Arthur stand achtzig Jahre lang auf der großen Bühne des Lebens, ohne jemals viel Worte gemacht zu haben. Im Stillen vertraute er sich seinen Tagebüchern an und schrieb sich alles von der Seele.“

    Diese Tagebücher bilden gemeinsam mit alten Briefen und Dokumenten das Vermächtnis des Arthur Seidel und stellen die Grundlage für diese beeindruckende Biografie dar. Gut verborgen und wie einen kostbaren Schatz behütet harrten sie in einer alten Handtasche auf dem Dachboden ihrer Entdeckung. Eine Handtasche, die Johanna Seidel ihr Leben lang wie ihren Augapfel gehütet und bei der Vertreibung aus ihrer Heimat Schlesien mitgenommen hatte.

    In äußerst einnehmendem Schreibstil erzählt Elke Ottensmann in diesem Buch die beeindruckende Geschichte ihres Großvaters, der einer schlesischen Bergarbeiterfamilie entstammte. Untermalt von Tagebucheinträgen und Briefen, die allesamt in kursiver Schrift dargestellt wurden, gewährt sie ihren Lesern tiefe Einblicke in die Lebensumstände von Arthur Seidels Kindheit, der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schicksalsschlägen, aber auch den vielen Bewahrungen, die Arthur im Laufe seines langen Lebens erfahren hat. Elke Ottensmann ist es hervorragend gelungen, die historischen Ereignisse der damaligen Zeit mit jenen ihrer Familie zu verweben. Sie beschreibt Arthur als fleißigen Schüler und wohlerzogenen Sohn, dessen größter Traum es war, Lehrer zu werden. Sie erzählt vom Kennenlernen seiner Frau Johanna, die Geburt der Kinder bis hin zum Ausbruch des Weltkrieges und den damit verbundenen schweren Zeiten, die auf die Familie zugekommen sind. Man bangt und leidet an der Seite Arthurs, als sein Sohn Günter im zarten Alter von nur siebzehn Jahren zur Wehrmacht einberufen wird und erlebt diese schlimmen Jahre aus der Sicht des tiefgläubigen Arthurs mit.

    Die Familienmitglieder waren sehr authentisch beschrieben und wuchsen mir im Verlauf der Seiten immer mehr ans Herz. Besonders beeindruckend empfand ich neben Arthur auch dessen gütige und liebevolle Großmutter Ernestine, die stets ein offenes Ohr für andere hatte und sehr beliebt war. Als überzeugte und tief gläubige Christin legte sie durch ihre Barmherzigkeit, ihre Nächstenliebe und durch die Art, wie sie ihr Leben lebte, den Grundstein für Arthurs Glauben. Zahlreiche Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Familienmitglieder tragen dazu bei, sich noch intensiver auf die Protagonisten dieses Buches einzulassen.

    Ich danke der Autorin für die Bewahrung des kostbaren Erinnerungsschatzes ihres Großvaters in Form dieser tief berührenden Lektüre, die mir ausgezeichnet gefallen hat und die noch lange in mir nachwirken wird.

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