Verlagsgeschichte

Die Geschichte des SCM Verlags – von den Anfängen bis heute


 

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1853 – Carl Brockhaus

Der Volkschullehrer Carl Brockhaus (1822-1899) veröffentlicht zum ersten Mal die Monatszeitschrift „Botschafter in der Heimat“ und gründet damit einen eigenen Verlag in Wuppertal.

Mit seiner Bibelübersetzung aus dem Grundtext – der Elberfelder Bibel – wird er weit über die Grenzen seiner eigenen Konfession bekannt.

1887 – Gründung des Bundes-Verlags

Friedrich Fries (1856-1926), ein Wittener Kaufmann, gründet zusammen mit Freunden und einem Startkapital von nur 6,80 Mark eine offene Handelsgesellschaft. Sein Ziel ist es, die gute Nachricht von Jesus über die Schriftmission, sprich Zeitschriften zu verbreiten.

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1893 – Die erste Zeitschrift

„Der Gärtner“ wird zum ersten Mal herausgegeben. Er wird zur Gemeindezeitschrift der Freien evangelischen Gemeinden Deutschlands. Später wird er in „Christsein heute“ umbenannt. 

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1894 – Gründung des R.Brockhaus Verlags

Es ist amtlich: Rudolf Brockhaus (1856-1932) lässt den Verlag seines Vaters als „R.Brockhaus Verlag Elberfeld“ erstmals gerichtlich eintragen.

1919 – Gründung des Hänssler Verlags

400 Kilometer südlich von Witten entsteht eher ungeplant ein christlicher Verlag. Weil niemand sein Lied „Auf Adlers Flügeln getragen“ veröffentlichen will, ergreift Friedrich Hänssler sen. (1892-1972) einfach selbst die Initiative und gründet mit seiner Frau einen Musikverlag in Plieningen bei Stuttgart.

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Der Hänssler Verlag

1939 bis 1945 – Die Verlage während des Nationalsozialismus

Während des Nationalsozialismus kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen der Politik und dem Brockhaus Verlag, was ein zeitweiliges Veröffentlichungsverbot zur Folge hat. 1943 gehen das Verlagshaus und alle Lagerbestände im Bombenhagel über Wuppertal in Flammen auf.

Auch der Verlag von Friedrich Hänssler gerät mit den Nationalsozialisten aneinander, weil er auch jüdische Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy im Programm hat. 1941 wird ein Verlagsverbot verhängt.

Nachkriegszeit – Die Verlage im Wiederaufbau

Bereits einen Monat nach Kriegsende darf der Hänssler Verlag als einer der ersten Verlage seine Arbeit wieder aufnehmen. Ab 1959 folgt Friedrich Hänssler jun. seinem Vater und übernimmt die Leitung des Verlags, der immer weiter wächst. 

Nach dem Wiederaufbau und der Rückkehr von Rolf Brockhaus (1909-2001) aus russischer Gefangenschaft, bekommt der Brockhaus-Verlag erneut Schwung und das Verlagsprogramm wird stetig ausgebaut.

Als einer der ersten evangelischen Verlage erhält auch der Bundes-Verlag von den Briten die Erlaubnis wieder in Druck zu gehen und gibt 1946 wieder den „Gärtner“ heraus.

1980er – Krisenzeiten ...

Der Bundes-Verlag gerät in eine wirtschaftliche Krise und muss deshalb seine Versandbuchhandlung und bald darauf auch die hauseigene Druckerei schließen.

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1992 – ... und Neuausrichtung

Das Ehe und Familien-Magazin „Family“ wird gegründet und damit beginnt auch der Neuaufbau des Bundes-Verlags als Zeitschriftenverlag.

1998 – Veränderungen

Nachdem der Brockhaus Verlag fünf Generationen lang von der Brockhaus-Familie geleitet wurde, gibt es keinen weiteren Nachfolger. Der Bundes-Verlag in Witten übernimmt ab da die Mehrheit der Verlagsanteile.

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1999 – Wachstum

Der Hänssler Verlag wächst und wächst – und braucht mehr Raum. Erst zieht er nach Neuhausen und später nach Holzgerlingen, an seinen heutigen Standort.

2000 – Gründung der Stiftung Christliche Medien

Am 16. Juni wird in Witten die Stiftung Christliche Medien (SCM) gegründet, die sich zum Ziel setzt, die christliche Verlags-, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern, um die christliche Botschaft aktiv zu verbreiten. Noch im gleichen Jahr wird die Stiftung Christliche Medien Gesellschafter von mehreren Verlagen: Brockhaus, Onken- und auch des Bundes-Verlages.

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2001 – Der ERF-Verlag

In diesem Jahr kommt der ERF-Verlag mit Radio, Fernsehen und Internet zur Verlagsgruppe.

2002 – Der Hänssler Verlag

Der Hänssler Verlag gerät in wirtschaftliche Schwierigkeiten und wird in die SCM integriert.

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2003 – Gründung des ICMedienhauses

Das ICMedienhaus wird innerhalb der SCM Gruppe gegründet. ICM ist ein Dienstleistungsunternehmen für Verlagsauslieferungen und ein großes Barsortiment.

2007 – Gründung des SCM Verlags

Jetzt kommt alles zusammen. Der Onken-Verlag wird in das Label SCM Collection umbenannt und bildet zusammen mit den Verlagen Hänssler, Brockhaus und ERF den SCM Verlag-GmbH &Co.KG (SCM Verlag).

2008 – Zukunftsvisionen

Der SCM Hänssler-Versand und die Bundes-Verlag-Buchhandlung werden zusammengeschlossen und der SCM Shop gegründet. Damit entsteht die größte christliche Versandbuchhandlung in Deutschland mit stationären Buchhandlungen in Holzgerlingen, Neuhausen, Bad Liebenzell, Fallersleben, Nagold und Witten. Im Online-Shop gibt es alle lieferbaren Produkte und zusätzliche Downloads: E-Books, MP3s, Liedtexte und Noten.

2010 – Der Johannis-Verlag

Teile des Johannis-Verlags aus Lahr im Schwarzwald werden vom SCM Verlag übernommen und werden als „Edition Johannis“ bei SCM Collection, dem Geschenke-Label, weitergeführt.

2014/2015 – Veränderungen im Online-Bereich

Der Online-Shop scm-shop.de wird neu gelauncht. Er passt sich damit an veränderte Bedürfnisse der Kunden an und wird zur schönen und eleganten Alternative zu anderen Online-Unternehmensriesen.

Juli 2016

Die Verlage Gerth Medien und adeo, vormals Teil der Verlagsgruppe Random House, werden Teil der SCM Verlagsgruppe.

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