Das Lied des Schmetterlings (Buch - Paperback)

5 Sterne

Wien, 1942: Adele von Bron verhilft jüdischen Familien zur Flucht und wird dadurch selbst nach Auschwitz gebracht. New York, Gegenwart: Die Galeristin Sera James begibt sich auf die Spur eines Gemäldes, das sie seit ihrer Kindheit beschäftigt und das ein junges Mädchen zeigt ...

  • Artikel-Nr.: 817940000
  • Originaltitel: The Butterfly and the Violin
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Details

  • Artikel-Nr.: 817940000
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Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Wien, 1942: Als talentierte Violinistin und Tochter eines einflussreichen NSDAP-Anhängers führt Adele von Bron ein angenehmes Leben. Doch ihre heile Welt gerät ins Wanken, als sie beschließt, jüdischen Familien zur Flucht aus Wien zu verhelfen - und sie dadurch selbst nach Auschwitz gebracht wird …

New York, Gegenwart: Die Galeristin Sera James begibt sich auf die Spuren eines mysteriösen Gemäldes, das sie seit ihrer Kindheit fasziniert. Darauf zu sehen ist eine junge Geigerin mit durchdringend blauen Augen. Seras Spurensuche führt sie nach Europa - zurück in eine Zeit, die die Welt in Atem hielt …

Dieser Roman basiert auf der wahren Geschichte des "Mädchenorchesters von Auschwitz". Er zeigt auf, dass selbst an den dunkelsten Orten Hoffnung zu finden ist.

 

Stimmen zum Produkt
  • 5 5
    „Cambron verwebt geschickt mehrere Handlungsstränge, Zeitebenen und Perspektiven, um eine berührende Geschichte über die Kraft von Liebe und Glauben unter schwierigen Umständen zu erzählen.“ Library Journal
Zusatzinformationen
  • ISBN: 9783957349408
  • Auflage: 20.02.2024
  • Seitenzahl: 368 S.
  • Maße: 13,5 x 21,5 x 3,1 cm
  • Gewicht: 456g
  • Preisbindung: Ja
  • Sachgebiet: Erzählungen/Romane

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Die Schönheit der Musik inmitten der Grausamkeit des Lagers

    Adele ist jung und wunderschön. Ihr Vater ist sehr einflussreich, die Familie wohlhabend. Die talentierte Geigerin ist als „Österreichs Liebling“ bekannt. Sie könnte sich in die Pläne ihrer Eltern einfügen und sicher leicht einen ebenso gutsituierten Ehemann finden. Aber seit Jahren interessiert sie sich nur für einen, für Wladimir, der mit ihr im Orchester spielt. In den Augen der Eltern ist er nicht gut genug für ihre Tochter, doch Adele schätzt Charakter mehr als Geld. Sie bewundert Wladimirs ruhige, hilfsbereite Art. Beide haben Erbarmen mit der jüdischen Bevölkerung in ihrer Stadt Wien. Ihr gemeinsamer Einsatz, um eine versteckte Familie zu retten, führt zur Verurteilung der beiden jungen Menschen.

    Sera liebt Kunst und führt in Manhattan eine Kunstgalerie. Als kleines Mädchen sieht sie ein Bild, das sie sehr berührt. Es zeigt eine Frau mit einer Geige in der Hand. Das Außergewöhnliche an diesem Bild: Die Frau hat keine Haare, trägt dafür aber eine tätowierte Nummer auf dem Arm. Alle Versuche Seras dieses Bild zu finden sind erfolglos. Doch auf einmal gibt es eine neue Spur. Ein reicher Unternehmer in Kalifornien besitzt eine Kopie von genau diesem Bild. Sera will nun unbedingt das Rätsel lösen, das hinter diesem eindrücklichen Bild steht, und das Original finden.

    In diesem Buch wird Adeles Geschichte in zwei Zeitebenen erzählt, die ineinander übergreifen. Sera erfährt immer mehr über Adeles Leben, dazwischen verfolgt der Leser selbst das dramatische Erleben von Adele im Konzentrationslager Birkenau. Sie ist dort Teil des Mädchenorchesters, das es tatsächlich gegeben hat. Adele hält an Gott fest, und doch ist sie am Zerbrechen. Die tägliche Aufgabe für zum Tode verurteilte Häftlinge zu spielen, die gelegentliche Auftritte vor ihren Schächern, die Entbehrungen und die Sehnsucht nach ihrem geliebten Wladimir, rauben ihr alle Hoffnung. Wie gut, dass es eine mütterliche Frau in ihrem Orchester gibt, die immer wieder auf das Schöne inmitten von all dem Leid hinweist.

    Dieses Buch ist spannend und sehr berührend, vor allem da es auf geschichtliche Tatsachen beruht. Die Trostlosigkeit des Lagers wird gut widergegeben, vor allem der Konflikt, der Adele so sehr zu schaffen macht: Wie kann sie ihre Kunst unter solchen Umständen einsetzen? Kann sie auch in einem Todeslager zur Ehre Gottes spielen?

    Die Charaktere werden gut und realistisch dargestellt. Es gibt einige wenige Umstände, die unglaubwürdig sind, aber insgesamt ist dieses Buch sehr gut geschrieben und lesenswert. Der Glaube an Gott wird auf eine natürliche und bewegende Weise in die Geschichte eingewoben.

    Fazit: Eine traurige aber auch mutmachende Geschichte über eine junge Musikerin, die im Konzentrationslager als Teil des Mädchenorchesters spielen muss. Sehr empfehlenswert!
  • 5/5 Sterne

    Berührend, kraftvoll, mitreißend

    „Das Lied des Schmetterlings“ habe ich tatsächlich innerhalb eines Tages gelesen, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Der Autorin gelingt es auf wunderbare Weise, zwei Zeitstränge, zwei unterschiedliche Leben so miteinander zu verweben, dass der Leser beide Handlungen mitfiebert und das Buch hindurch nach dem Bindeglied dazwischen sucht.

    Bücher über Konzentrationslager sind sehr schwer zu lesen, die Grausamkeit und Dunkelheit legt sich häufig schwer aufs eigene Herz. Das ist bei diesem Buch anders. Allein schon die verschiedenen Zeitebenen verleihen dem Roman etwas mehr Leichtigkeit. Dabei wird nichts beschönigt, der Leser wird mit den schrecklichen Erlebnissen in Ausschwitz konfrontiert, aber eben auch mit einer Hoffnung, die das Dunkle überwindet.

    Ich persönlich finde es so wichtig, dass wir, die wir selbst so etwas nie miterleben mussten, uns diese Geschichten immer wieder vor Augen führen. Zum einen, damit wir nicht vergessen, zum anderen, damit wir dankbar werden für all die Fülle, die wir tagtäglich erleben dürfen.

    Ich selbst habe erst durch das Buch, das auf der wahren Geschichte des Mädchenorchesters von Ausschwitz basiert, von der Existenz dieses Orchesters und von den ganzen Kunstwerken erfahren, die inmitten dieser Hölle auf Erden entstanden sind. Es berührt mich zutiefst, wie Menschen an solchen Orten fähig sind, ihre Gaben und ihre Kunst, die der Schöpfer selbst ihnen geschenkt hat, einzusetzen, so dass wenigstens ein kleines Licht im Dunklen leuchtet.

    Kristy Cambron zeigt deutlich, um es in den Worten von Sera James zu sagen, dass wir nur dann Frieden im Leben haben, wenn wir uns ganz Gott anvertrauen. Unser Gott ist stärker als alles Leid, das Menschen auf Erden erfahren. Und wahren Frieden erfahren wir dort, wo wir uns Ihm ganz hingeben – selbst an den dunkelsten Orten. Wenn wir Ihm unsere Gaben zur Verfügung stellen, kann Er – der Schöpfer aller Dinge – etwas Schönes daraus entstehen lassen.
  • 5/5 Sterne

    Hoffnung

    Nach dem Lesen dieses Buches musste ich erst einmal Luft holen. Auschwitz, Bergen Belsen: grausame Orte aus der Vergangenheit, wo unfassbares geschehen ist. Und genau dorthin wird der Leser mitgeommen, um teilzuhaben wie grausam Menschen sein können, wo Hass und Tod auf der Tagesordnung stehen. Aber auch an solchen Ort hat Gott Hoffnungsschimmer seiner Gnade und Liebe durchscheinen lassen.

    Ich möchte kurz erzählen, um was und wen es in diesem Roman, der auf einer wahren Geschichte basiert, geht. Wir begleiten Adele von Bron, Tochter eines hochrangigen NSDAP-Anhängers. Sie ist eine begnadete Violinistin und wird der Liebling Österreichs genannt. Ihr Leben verläuft bisher angenehm, aber nun beschließt sie jüdischen Familien zur Flucht zu verhelfen und kommt dadurch nach Auschwitz. Sie spielt dort im Mädchenorchester und lernt Gottes Güte kennen, der ihr Frauen zur Seite stellt, die ihr zu Freundinnen werden.

    Mit Wladimir, Cellist in Wien verbindet Adele mehr als nur Freundschaft, aber ihre Eltern ist dieser Kaufmannssohn nicht recht. Auch er setzt sich für die Juden ein und landet im KZ. Werden die beiden sich je wiedersehen oder fliegt sein Schmetterling für immer davon?

    Im Jetzt treffen wir in New York auf die Galeristin Sera James, die seit ihrer Kindheit ein Gemälde mit einer jungen Geigerin sucht. Besteht vielleicht ein Zusammenhang mit Adele?

    Der Schreibstil ist grandios und wird in zwei Zeitebenen erzählt. Die Protagonisten sind alle so lebensnah und authentisch, besonders die Gefühle und Empfindungen sind sehr beeindruckend beschrieben.

    Berührend ist zu sehen, dass Gott selbst an den abgrundtiefsten Orten Menschen hinstellt, die als Licht ihm zur Ehre dienen und leuchten.

    Wladimir und Adele verbindet eine tiefe Treue zueinander und Glauben an Gottes unergründliche Wege. Sie haben eine gemeinsame Lebensmelodie: Gott die Ehre und Anbetung zu geben, die Ihm gebührt.
  • 5/5 Sterne

    Spannender Roman erzählt auf zwei Zeitepochen

    Der Schreibstil von Kristy Cambron hat mir sehr gefallen. Ihr Schreibstil ist angenehm und gut lesbar der mich gefesselt hatte. Sehr interessant fand ich, wie die zwei Frauen, von denen Cambron schreibt, miteinander verbunden sind. Ich habe die Protagonisten Adele und Sera in ihrer jeweiligen Zeit sehr gerne begleitet. 

    Adele von Bron ist eine überaus talentierte Violinistin und während der NS-Zeit der österreichische Stern.  Da Adele Juden zur Flucht verhalf, wird sie zur Umerziehung nach Auschwitz geschickt.  An diesem furchtbaren und schrecklichen Ort soll sie mit ihrer musikalischen Gabe die NS-Angehörigen beglücken, doch für sie fühlt es sich nicht richtig an. 

    70 Jahre nach dem 2. Weltkrieg begleitet der Leser Sera. Sera ist eine Kunsthistorikerin mit eigener Galerie. Sie ist auf der Suche nach einem Bild, das sie als Kind gesehen hat und das beinahe eine beeindruckende Erinnerung hinterließ. Als sie meint, es gefunden zu haben, stellt sich heraus, dass das Bild, das der Familie Hanover gehört, eine Kopie ist. 

    Ich fieberte dem Ende entgegen und fragte mich: wird Adele überleben? Welche Verbindung besteht zwischen Adele und dem Bild? Findet Sera das Originalbild und welchen Bezug hat die Familie Hanover zum Bild sowie zu Adele? 
    Nahtlos gingen die zwei Geschichten ineinander über und rundeten sie überraschend ab. 

    Der Glaube an Gott ist unaufdringlich und selbstverständlich in diesem Roman verarbeitet. 
  • 4/5 Sterne

    *+* Kristy Cambron: "Das Lied des Schmetterlings" *+*

    Eigentlich mag ich Romane über die Zeit des Zweiten Weltkrieges nicht, zu viel Tod, Trauer und Hoffnungslosigkeit durchweht zu oft die Seiten. Wird bei einer Geschichte jedoch der Fokus auf etwas anderes gelegt, werde ich neugierig. Von dem „Mädchenorchester von Auschwitz“, auf dessen Geschichte dieser Roman basiert, hatte ich zuvor noch nie etwas gehört und wurde sofort sehr neugierig darauf. Wundervolle Musik in einem Atemzug mit Qual und Massaker, wie sollte, wie konnte das zusammenhängen udn zusammenpassen? Das Buch hat mir eine aufschlussreiche, intensive, hochemotionale Lesezeit geschenkt mit einem wärmenden Gefühl in all der Kälte, denn selbst da, wo sonst nur Tod ist, sät Gott ein Korn der Liebe, des Beistands. Einzig das Nachwort konnte nicht bei mir punkten. Da der Roman lediglich auf der Geschichte des Mädchenorchesters beruht, also einiges an kreativer schriftstellerischer Ergänzung aufweist, hätte ich sehr gerne gewusst, welche Figuren der Realität und welche der Phantasie entsprungen sind, welche Handlungen und Hintergründe erdacht und welche belegbar sind.

    Die Geschichte an sich gefiel mir sehr. Sie wird zweisträngig erzählt. Die Gegenwart handelt davon, dass mehrere Menschen, die ein großes Interesse haben an „einem mysteriösen Gemälde, das eine junge Geigerin mit durchdringend blauen Augen“ zeigt, sich auf die Suche nach eben diesem Bild machen. Der weitaus größere Teil des Buches widmet sich intensiv den Hintergründen dieses Gemälldes.
    Wer ist die junge Frau? Woher stammt sie? Warum kam sie ins KZ, und warum wurde sie dort nicht wie so viele andere vergast, sondern bekam einen Platz im Mädchenorchester? Wie ist es ihr dort ergangen? Was ist aus ihr geworden, als der Krieg beendet, die Konzentrationslager befreit waren?

    Mich hat vor allem der Strang der Vergangenheit dermaßen in den Bann gezogen, dass ich den Roman nicht mehr aus der Hand legen wollte. Begleitet von Ergriffenheit und Gänsehaut sowie vielen Taschentüchern durchlebte ich die Biografie der Adele von Bron, dem Mädchen mit der Geige, und die Zeit bleib dabei stehen. So gewaltig war das Gelesene, so viel Kraft hatten die Worte der Autorin. Und es waren nicht nur negative Kräfte. Denn in all das Böse, Furchtbare, unbegreiflich Unmenschliche hat Gott die Saat seiner Liebe gelegt, die in Form des Mädchenorchesters, aber auch durch einzelne Charaktere aufging und unerschöpfliche Hoffnung und Kraft erwachsen ließ.

    „Das Lied des Schmetterlings“ ist ein ergreifender Roman über persönliche Schicksale und die Kunst im Zweiten Weltkrieg. Er ging mir sehr unter die Haut, ist erschütternd und zugleich ermutigend durch die eingeflochtene permanente Gottesfurcht. Leider gibt es keine Aufklärung zu Fakten und Fiktionen im Nachwort. Dennoch gibt es von mir eine riesige Leseempfehlung für dieses Buch.
  • 5/5 Sterne

    herzergreifend und emotionsgeladen

    „Sie rief sich ins Gedächtnis, dass es geradezu die Definition von Schönheit war, in einer Welt voller Chaos etwas von Bedeutung zu besitzen. Es fühlte sich an wie die Befreiung der Seele, die nicht zum Schweigen gebracht werden konnte.“ (S.313f)

    Wien, 1942: Als talentierte Violinistin und Tochter eines einflussreichen NSDAP-Anhängers führt Adele von Bron ein angenehmes Leben. Doch ihre heile Welt gerät ins Wanken, als sie beschließt, jüdischen Familien zur Flucht aus Wien zu verhelfen - und sie dadurch selbst nach Auschwitz gebracht wird …

    New York, Gegenwart: Die Galeristin Sera James begibt sich auf die Spuren eines mysteriösen Gemäldes, das sie seit ihrer Kindheit fasziniert. Darauf zu sehen ist eine junge Geigerin mit durchdringend blauen Augen. Seras Spurensuche führt sie nach Europa - zurück in eine Zeit, die die Welt in Atem hielt …

    Auf dieses Buch habe ich mich seit Monaten gefreut. Der Klappentext klang sehr vielversprechend, wenn auch sehr emotionsgeladen.

    Die Tatsache, dass dieser Roman auf einer wahren Begebenheit basiert, hat mich sehr bedrückt. Die geschilderten Erlebnisse haben mich mitgenommen und emotional sehr berührt.

    Das Thema Holocaust spielt eine zentrale Rolle. Die Autorin berichtet schonungslos, ehrlich und detailreich von Erlebnissen in Konzentrationslagern und wie barbarisch das Leben vieler Menschen beendet wurde.

    Die Hauptfigur Adele ist sehr vielschichtig, mutig und talentiert. Sie liebt die Musik und ist Violinistin. Sie überlebt nur, weil ihr Talent auch von den Nazis anerkannt wird, sodass sie im Mädchenorchester landet.

    Die Verbindung zwischen den beiden Erzählsträngen (1942 und heute) bildet ein Gemälde.

    Die Autorin hat beide Zeitlinien wunderbar vereint und erzählt schlüssig, bildhaft und gefühlvoll eine Geschichte von Krieg, Glauben, Hoffnung und Liebe. Sie zeigt auf, was für eine bedeutende Rolle Musik und Kunst spielen kann und wie wichtig es ist für das Richtige einzustehen.
  • 5/5 Sterne

    Authentisches, beklemmendes Werk über das Mädchenorchester von Auschwitz

    Buchinhalt:

    Wien 1942: Adele von Bron, eine begabte Geigerin, beginnt, jüdischen Familien bei der Flucht zu helfen, als die Nationalsozialisten immer einflussreicher werden. Bedauerlicherweise ist Adeles Vater ebenfalls ein glühender Anhänger Hitlers. Letzten Endes wird Adele selbst nach Auschwitz deportiert – und Teil des dortigen Mädchenorchesters, da inmitten des Grauens spielen muss...

    In der Gegenwart rollt Sera James Adeles Geschichte und die des Mädchenorchesters von Auschwitz neu auf – Anlass dafür ist ein Gemälde, das eine junge Frau mit durchdringende Augen zeigt. Dafür muss Sera eintauchen in eine Zeit, in der unvorstellbare Gräueltaten in Europa passierten.


    Buchinhalt:

    Autorin Kristy Cambrons Roman basiert auf einer wahren Geschichte – das Mädchenorchester von Auschwitz hat tatsächlich existiert, das Unvorstellbare, das Hauptfigur Adele erlebt war real und zweifelsohne hochemotional. Daher ist Das Lied des Schmetterlings absolut kein einfacher Roman. Er ist beklemmend, schonungslos authentisch und sorgt durchaus für schlaflose Nächte.

    Zentrales Thema ist der Holocaust, allein dies Grund genug für ein beklemmendes Gefühl beim Lesen. Der Roman nimmt sich auch gar nicht zurück sondern berichtet relativ schonungslos von den Gräueltaten in Europa, in den Konzentrationslagern und im Leben von so vielen tausend Menschen.

    Hauptfigur ist Adele von Bron, Tochter eines bekannten Musikers und selbst begnadete Violinistin. Adele kann nicht mitansehen, was in ihrem Umfeld geschieht und engagiert sich für jüdische Familien und deren Flucht aus Wien – was jedoch dazu führt, dass Adele letztendlich selbst zum „Umerziehung“ nach Auschwitz gebracht wird und das Grauen dort hautnah miterlebt. Sie überlebt unter anderem nur dadurch, dass ihr Talent auch von den Nazis erkannt und sie Teil des Mädchenorchesters wird. In Omara findet sie eine Freundin, ein rares Gut an einem so trostlosen Ort. Auch in Glaubensfragen ist Omara eine Art Mentorin für das junge Mädchen.

    Die zweite Zeitlinie aus der Gegenwart rollt die Geschichte des Mädchenorchesters und auch Adeles neu auf, denn Galeristin Sera sucht nach einem ganz bestimmten Bild, das eine junge Frau mit durchdringenden blauen Augen zeigt. Dieses Bild eröffnet ihr schließlich die Geschichte jener jungen Frau und führt beide Zeitlinien schlussendlich zusammen.

    Es geht um unvorstellbares Grauen, um Schicksal, Krieg, Deportation – aber auch um Glaube, Liebe, Musik und Gottvertrauen. Der christliche Aspekt der Geschichte ist gekonnt eingeflochten in die Erzählung und das Leben der handelnden Figuren, wobei Adeles Mitinsassin Omara eine zentrale Rolle spielt im Glaubensleben von Adele.

    Insgesamt fand ich den historischen Teil sehr erdrückend, ja nahezu beklemmend. Der Gegenwartsteil war dagegen schon leichter und spielte einen angenehmen Gegenpart dafür, das Gelesene innerlich verarbeiten zu können.

    Es ist kein Roman für „zwischendurch“, ganz gewiss nicht. Man muss sich einlassen können auf die Thematik. Dennoch ist Das Lied des Schmetterlings ein beeindruckendes Werk mit christlicher Botschaft, das ich auf jeden Fall weiter empfehlen möchte.
  • 5/5 Sterne

    Ein Buch voller Hoffnung und Schönheit trotz dunkler Zeiten

    Wenn ein Buch endet, es aber noch leise wie eine Melodie weiterklingt, dann war es einfach perfekt.

    Als ich das Buch weggelegt habe, musste ich erstmal tief einatmen und es wirken lassen. Hier waren Freude und Traurigkeit so eng vermischt, während man die letzten Tränen wegwischt und das Buch am liebsten umarmen möchte.

    Was für ein gefühlvoller, warmherziger und wunderschöner Roman, der trotz Zerreißprobe meines Herzens alles wundervoll gekittet hat.

    In 2 Zeitebenen wird die Geschichte der talentierten, mutigen Violinistin Adele von Bron erzählt, die bei den Wiener Philharmonikern eine Berühmtheit geworden ist. Doch ihre Begegnung mit dem Kaufmannssohn Wladimir Nicolai bringt ihre Welt ins Wanken. Heimlich unterstützt sie ihn bei der Fluchthilfe jüdischer Familien, doch genau das wird ihr zum Verhängnis und sie wird zur Umerziehung nach Auschwitz gebracht…

    In der Gegenwart versucht die Galeristin Sera James das Gemälde einer jungen Frau zu finden, das bei ihr nur in Kopie in der Galerie ausgestellt ist, sie aber schon seit ihrer Kindheit nicht loslässt. Ihre Spurensuche führt sie zur Familie Hanover bis nach Europa, wo sie die Geschichte dieser besonderen Frau auf dem Gemälde aufdeckt…

    Basierend auf der wahren Geschichte des Mädchenorchesters Auschwitz erzählt die Autorin mit einer unglaublich fesselnden, mitreißenden und berührenden Art Adeles Geschichte an einem Ort, wo man kaum noch an Hoffnung und Schönheit glauben kann. Bei allem, was ihr widerfährt, was sie sieht und selbst erlebt, fragt sie sich oft, ob die Musik, die sie an diesem dunklen Ort spielen muss, richtig ist, wenn es doch einerseits so eng verbunden mit dem Tod, andererseits zur Erheiterung der Nazis dient. Sie spürt, wie ihr Glaube und ihr Vertrauen zu Gott wieder wächst, dass es tatsächlich Schönheit geben kann, wenn man aus den richtigen Beweggründen handelt.

    Mit der Orchesterleiterin Omara findet sie eine Beschützerin und Freundin, die sie stets motiviert, Mut macht, in ihrem Glauben bestärkt und ihr dann ein Geschenk macht, das wie ein Segen des Himmels wirkt.

    Die Handlungsstränge aus der Zeit des Lagers, der Entwicklung bis dahin und die Recherchen Seras laufen Stück für Stück zusammen, wirken aber durch die abwechselnde Erzählung nicht durchgehend düster, erdrückend und schwerfällig, denn es gibt auch viele heitere Momente, die richtig dosiert dem Leser helfen, das zu erkennen, was in der Geschichte steckt: Es gibt auch an den dunkelsten Orten Hoffnung, Schönheit und die Kraft der Liebe. Dabei spielen auch die sanft und gefühlvoll eingearbeiteten Liebesgeschichten eine besondere Rolle, ebenso wie die Bedeutung des Schmetterlings.

    Ein Buch, das man fühlt, wenn man es liest. Es geht einem nahe, es berührt sämtliche emotionalen Gefühlsebenen. Eine Geschichte gegen das Vergessen der Verlorenen, in der auch Kunst und Musik ein Ausdruck des Glaubens in einer der dunkelsten Epoche unserer Geschichte sind. Wie ein Schmetterling, der sanft durch diese Erzählung flattert mit einer Melodie, die einfach unvergesslich bleiben wird.

    Für mich ein absolutes Lese- und Jahreshighlight.
  • 4/5 Sterne

    gefüllvoll, spannend, gut zu lesen

    "Das Lied des Schmetterlings" ist ein gefühlvoller Roman, der auf zwei Zeitebenen die Geschichte von Adele und Sera erzählt.

    Beide Geschichten sind berührend, doch mich hat der historische Teil um einiges stärker bewegt. Im zeitgenössischen Teil ging mir die Liebesgeschichte etwas zu schnell und in der ich einige Handlungen nicht ganz nachvollziehen konnte.

    Nichtsdestotrotz habe ich auch diese Geschichte mit Sera und dem geheimnisvollen Gemälde geliebt.

    Adele allerdings hat mich am allermeisten fasziniert; ich habe mit ihr mitgelitten, mit gebangt und mitgehofft.

    Trotzdem war es leicht, dieses Buch zu lesen, denn es beschreibt zwar die Zeit und das Leben in Auschwitz, ist aber insgesamt nicht so schwer, wie man es oft kennt.

    Der zeitgenössische Teil bringt eine gewisse Leichtigkeit ins Buch, wodurch alles besser zu ertragen ist und indem es einige humorvolle Szenen gibt; deshalb denke ich, dass dieses Buch auch von Lesern gelesen werden kann, denen diese Bücher sonst eher zu schwer sind.

    Der Schreibstil von Kristy Cambron ist angenehm, gut zu lesen und zudem spannend und interessant. Sehr informativ fand ich zudem das Nachwort, in dem einige historische Fakten angeführt wurden, die in diesem Roman mit eingearbeitet wurden.

    "Das Lied des Schmetterlings" ist ein spannender Roman über die Liebe, die schwere Zeiten überdauert und davon spricht, dass es wichtig ist, das Richtige zu tun, auch wenn es einen hohen Preis kostet.
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